PMS

Was wirklich hilft beim Prämenstruellen Syndrom

Das Prämenstruelle Syndrom – kurz PMS – quält jeden Monat unzählige Frauen. Sie gehören dazu? Dann erfahren Sie hier, was Sie gegen Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen und Heißhunger tun können.

PMS – der Tiefpunkt im Zyklus
Was früher als weibliche Befindlichkeitsstörung abgetan wurde, gilt in der modernen Medizin als anerkanntes Krankheitsbild: PMS. Monat für Monat büßen betroffene Frauen für mehrere Tage ihre Lebensqualität ein. Die eine ist stärker betroffen, die andere schwächer. Manche Frauen leiden unter einem aufgedunsenen Bauch und Gewichtszunahme, manche unter Depressionen oder Stimmungsschwankungen. Zwei Drittel aller Betroffenen klagen über schmerzempfindliche, anschwellende Brüste (med. = Mastodynie). Eines aber ist bei allen Frauen gleich: Sobald die Regelblutung einsetzt, sind die Beschwerden verschwunden. Bis zum nächsten Mal...

Die Ursachen des Prämenstruelle Syndroms sind bis heute nicht endgültig geklärt. Vieles weist auf das Zusammenspiel der Hormone hin – oder vielmehr auf das Ungleichgewicht von Östrogen und Progesteron, das diese Zyklusphase kennzeichnet.

Progesteron - ein Hormon mit vielen Aufgaben
Eine der Hauptaufgaben von Progesteron ist der Schutz der Schwangerschaft. Doch das Hormon leistet weitaus mehr. Es wirkt dem Collagenabbau – und damit Besenreisern, Krampfadern und Faltenbildung – entgegen. Es ist an vielen verschiedenen biochemischen Prozessen und dem weiblichen Zyklus wesentlich beteiligt. Gebildet wird Progesteron neben den Eierstöcken auch im Gehirn. Hier kann es auch in andere Substanzen umgewandelt werden. Und damit kommen wir der Sache mit dem Stimmungstief immer näher. Denn einer dieser Umbaustoffe moduliert die Stimmung und schenkt seelische Ausgeglichenheit. Fehlt es an Progesteron, kann dieser Stoff nicht in ausreichender Menge gebildet werden: Man ist nervös, fühlt sich depressiv oder reagiert aggressiv auf Mitmenschen und Umwelt. Das erleben vor allem Frauen nach der Geburt, vor der Menstruation und in den Wechseljahren. Kein Wunder – denn gerade dann verfügen sie häufig über zu wenig Progesteron. Auch ein erhöhter Prolaktinspiegel kann eine Rolle spielen.

Keine Patentrezepte
Im Kampf gegen PMS hält die Schulmedizin leider keine Wunderwaffe bereit. Wie bei vielen gesundheitlichen Problemen spielt jedoch die Lebensweise eine große Rolle. So können regelmäßiger Sport und ausreichend Bewegung helfen, die Beschwerden zu lindern. Auch die Ernährung ist, wie Studien ergeben haben, von Bedeutung. Hormonschwankungen können beispielsweise ausgeglichen werden, wenn man ab etwa 10 Tagen vor der Regel den Verzehr von Salz, Koffein, Fleisch und Wurst reduziert und statt dessen vermehrt zu Eiern, Milchprodukten und Fisch greift. Der Heißhunger, der auf einen niedrigen Blutzuckerspiegel zurückzuführen ist, lässt sich am wirkungsvollsten mit kleinen Mahlzeiten – auf der Basis von Kartoffeln, Reis oder Pasta – bekämpfen.

Welcher PMS-Typ sind Sie?
Jede von PMS betroffene Frau hat ihre individuellen Probleme. Im Großen und Ganzen lassen sich vier Typen unterscheiden:

Typ A: Der Außer-Kontrolle-Typ
Sie leiden unter unkontrollierbaren Stimmungsschwankungen und Gefühlen wie Angst, Wut, Reizbarkeit und Weinerlichkeit.

Typ D: Die Depressive
Sie sind betrübt, verwirrt, unkonzentriert, vergesslich und stressanfällig: Ihr Stimmungsbarometer sinkt bis auf den Nullpunkt.

Typ H: Die Heißhungrige
In Heißhungeranfällen stürzen Sie sich auf Süßigkeiten, Schokolade und Milchprodukte. Manchmal haben Sie auf einfach alles Hunger und ein Verlangen nach Alkohol. Ergebnis: Die Waage zeigt einige Pfunde mehr an.

Typ S: Die Schmerzpatientin
Ihr Körper lagert verstärkt Flüssigkeit ein, weshalb Sie über einen aufgedunsenen Bauch und empfindliche Brüste klagen. Hinzu können Kopfschmerzen, ein Schweregefühl in den Beinen sowie Bauch- und Rückenschmerzen kommen.

Reine Typsache
Je nach Beschwerden helfen Vitamine und andere Nährstoffe ganz gezielt über das PMS hinweg. Finden Sie heraus, welcher PMS-Typ Sie sind – und optimieren Sie dann ganz gezielt Ihre Ernährung:

  • Magnesium (in grünem Salat, frischem Gemüse, vor allem in Fenchel) fehlt den meisten PMS-Patientinnen!
  • Vitamin B6 (z. B. in Avocado, Bananen, Nüssen, Fisch) baut überschüssiges Östrogen ab und bringt das Natrium- Kalium-Verhältnis ins Gleichgewicht. Wichtig für Typ D
  • Vitamin E (in Rapsöl) vertreibt Schlaflosigkeit und Stimmungsschwankungen. Wichtig für Typ A + D
  • Kalzium (in Milch und Milchprodukten) wirkt Reizbarkeit, Heißhunger und Kopfschmerzen entgegen. Wichtig für Typ A, S und H
  • Wasser (mindestens 2 Liter natriumarmes Mineralwasser pro Tag!) und Brennnesseltee helfen dem Körper, Giftstoffe und überschüssige Flüssigkeit auszuspülen. Wichtig für Typ S
  • Phytoöstrogene (z. B. in Soja, Leinsamen und Kichererbsen) gleichen den Hormonhaushalt aus. Wichtig für Typ A und D
  • Mönchspfeffer reguliert den Wasserhaushalt und fördert die Progesteron-Produktion. Wichtig für Typ A und S

Da auch eine ausgewogene Ernährung nicht immer eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und anderen Vitalstoffen sicher stellen kann, empfiehlt sich in einigen Fällen die Einnahme spezieller Präparate. Bitte greifen Sie aber nicht zu einem x-beliebigen Präparat, sondern lassen Sie sich von uns - Ihren Experten für Frauengesundheit - beraten

Ganzheitliche Strategien
Vor allem bei schwereren Fallen von PMS hat es sich bewährt, die Erkrankung ganzheitlich zu therapieren. Dazu können neben einer Ausbalancierung des Progesteronspiegels, Sport und eine gesunden Ernährung auch Stressreduzierung, psychotherapeutische Verfahren sowie Medikamente oder Heilmittel aus der Natur gehören. 

Wissenschaft und Forschung liefern laufend neue Erkenntnisse zu den hoch komplizierten Wechselwirkungen im Körper. Das erlaubt ein noch umfassenderes Verständnis, wie und warum Krankheiten entstehen 

 

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